11.03.2020, 16:37 Uhr

Jetzt auch hier Eisstock-WM wird vor Geisterkulisse ausgetragen

 Foto: Thorsten Fritz/123rf.com Foto: Thorsten Fritz/123rf.com

Allgemeinverfügung des bayerischen Gesundheitsministeriums erfordert weitere Einschränkungen.

Regen. Nachdem zunächst vorgesehen war, die Zahl der Zuschauer bei der Eisstock-Weltmeisterschaft auf 300 zu beschränken, um die vom Freistaat festgelegte 1000-Personen-Obergrenze für Veranstaltungen einzuhalten, gibt es nun Neuigkeiten zur Besuchersituation. Nach einer Neubewertung der Lage durch das Landratsamt und einer seit Mittwochmittag geltenden Allgemeinverfügung durch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat man sich nun dazu entschlossen, die Veranstaltung komplett ohne Zuschauer ablaufen zu lassen.

„Nachdem davon auszugehen ist, dass viele Besucher aus Nachbarregionen, anderen Bundesländern oder Nachbarländern kommen würden, sahen wir uns zu einer Neubewertung gezwungen“, sagt Landkreispressesprecher Heiko Langer. Man habe tags zuvor noch die Hoffnung gehabt, dass man mit Einschränkungen auch Besucher zulassen könne. Die Neubewertung lasse dies aber nicht zu. „Wir haben stets gesagt, dass wir jeden Tag die Lage neu überprüfen“, betont der Sprecher und dies habe heute zu den Veränderungen geführt.

Auf diese Weise soll das Infektionsrisiko in Bezug auf das neuartige Coronavirus noch weiter minimiert werden, nachdem im Eissportzentrum in den vergangenen Tagen bereits zahlreiche Schutzmaßnahmen getroffen worden sind. Ergänzend dazu haben die Veranstalter den für Samstag geplanten Nationen-Festabend im Falter-Saal abgesagt.

Am Mittwochnachmittag wurden die WM-Verantwortlichen über den neuen Bescheid in Kenntnis gesetzt. „Wir werden die Vorgaben umgehend umsetzen“, sicherte OK-Vorsitzende Manuela Hallhuber zu. Die WM-Wettkämpfe werden wie geplant abgehalten, man wolle den Athleten einen würdigen Veranstaltungsrahmen bieten und die Sieger ermitteln. Die Öffentlichkeit kann weiterhin die Möglichkeit der Livestream-Übertragung nutzen.

„Nach der reibungslosen ersten Veranstaltungswoche und der intensiven Vorbereitungszeit sowie dem Engagement von rund 150 Ehrenamtlichen ist es für das OK-Team natürlich umso bitterer, die WM ohne Zuschauer abhalten zu müssen“, zeigte sich Hallhuber enttäuscht. Die Rückgabe der bisher verkauften Tageskarten wird momentan organisiert, das genaue Vorgehen wird noch erörtert. Es sind unter den Teilnehmern und Helfern der Weltmeisterschaft bisher keine Verdachts- oder Infektionsfälle aufgetreten.


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