09.10.2019, 20:29 Uhr

Lesung am Samstagnachmittag Altöttinger schreibt Buch über Ivi und ihre verlorenen Dinge

Das Autorenpaar Claudia Kaiser und Martin Lickleder mit seinem jüngsten „Baby“. Foto: privatDas Autorenpaar Claudia Kaiser und Martin Lickleder mit seinem jüngsten „Baby“. Foto: privat

Martin Lickleder kommt mit Co-Autorin und Ehefrau Claudia Kaiser zu einer Lesung nach Altötting

ALTÖTTING/MÜNCHEN Die Münchnerin Claudia Kaiser und der aus Altötting stammende Martin  Lickleder arbeiten seit 1998 nicht immer, aber oft gemeinsam und mit Vorliebe für das junge und ganz junge Publikum. Neben zahlreichen Hörspiel-Vertonungen, Animations-Drehbüchern und -Musiken ist das Ehepaar auch am Theater zugange, wofür es z.B. das Kinder-Western-Musical „Loreen schießt in die Luft“ geschrieben und komponiert hat. Die beiden leben als Autoren, Musiker und Übersetzer in München.

Der Kinderroman ist für  Literatur-Preis nominiert

Ihren neuesten Streich in Buchform haben sie im Frühling fertiggestellt. Jetzt ist der Kinderroman „Im Reich der verlorenen Dinge“ erschienen und wird natürlich auch in Altötting im Rahmen einer Autorenlesung der Öffentlichkeit präsentiert.

Diese Lesung findet am Samstag, 12. Oktober, 16 Uhr, in der Buchhandlung Dr. Naue statt (Karten dafür gibt´s direkt bei Dr. Naue).

Das Buch ist für den Tukan-Preis der Stadt München nominiert – „dotiert mit 6.000 Euro für die sprachlich, formal und inhaltlich herausragende literarische Neuerscheinung eines Münchner  Autors“.

Ein Auszug aus dem Roman: „Verflitscht und verflutscht! Ständig gehen mir meine Sachen verloren!“, ärgert sich Ivi. „Dinge gehen nirgendwohin. Dinge tun gar nichts“, sagt Ivis Vater. Wenn der wüsste!

18 Jahre hat es von der Idee bis zum Buch gedauert

Denn als Ivi sich aufmacht, ihre Siebensachen zu suchen, findet sie sich auf einmal in einer außerordentlich merkwürdigen Welt wieder: Im Reich der verlorenen Dinge.

Dort erlebt sie irrwitzige Abenteuer mit Dingen, die sehr wohl etwas tun, und gerät in die Fänge des großtuerischen Königs Futsch. Der freut sich, endlich einen Menschen in seinem Reich zu haben. Denn wozu sind Dinge schon nütze, wenn sie niemand benutzt …

Wie sind die Autoren auf die Idee zu ihrem Buch gekommen? „Wie ich auf die Idee gekommen bin, weiß ich gar nicht mehr so genau“, versucht sich Claudia Kaiser zu erinnern. „Auch so ein verlorenes Ding also. Aber schließlich ist das inzwischen auch schon 18 Jahre her – so lange hat es gedauert, dieses Buch zu schreiben: Erst haben Martin und ich das erste Kapitel geschrieben. Martin hat damit das Kinderbuch-Literaturstipendium der Stadt München gewonnen.“

Warum gibt es diese  Geschichte noch nicht?

Wegen anderer Projekte sind die beiden „ewig“ nicht zum Weiterschreiben gekommen. Claudia Kaiser: „Dann hat uns vor ein paar Jahren das Literaturhaus München noch mal einen kräftigen Schubs gegeben – und jetzt ist das Buch endlich da. Ganz knapp bevor es selbst zu einem verlorenen Ding geworden wäre!“

Martin Lickleder ergänzt: „Der Stoff steckt ja schon in unserer Sprache. Man spricht völlig selbstverständlich davon, dass Dinge verloren gehen. Als hätten sie ein Eigenleben.

Und dieser Gedanke war für Autoren wie uns, die u.a. auch schon viele Animationsfilme geschrieben haben, natürlich ein gefundenes Fressen. Als Claudia mir ihre Idee erzählt hat, habe ich mich vor allem gewundert, warum es diese Geschichte eigentlich noch nicht gibt – und diese Frage ist meistens sowieso der beste Grund, etwas aus einer Idee zu machen.“

Der illustrierte Roman „Im Reich der verlorenen Dinge“ für Kinder ab 8 Jahren (plus minus), ist im Hagebutte-Verlag München erschienen, Artikel-Nr. hv05. Zu haben als Hardcover mit 272 Seiten, farbig illustriert von Martin Pflanzer. Auch als E-Book erhältlich.


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