10.09.2019, 22:15 Uhr

Handschelle ließ sich nicht mehr öffnen Gefangenenbefreiung der etwas anderen Art

(Foto: Berufsfeuerwehr München)(Foto: Berufsfeuerwehr München)

„Auftrag erledigt, Patient frei!“, das ist im Feuerwehrfachjargon eine häufig benutzte Rückmeldung an die Leitstelle. Beim Einsatz im Münchner Hauptbahnhof am Freitag, 6. September, traf diese Meldung aber nur bedingt zu.

MÜNCHEN Gegen Mittag rückte ein Hilfeleistungslöschfahrzeug der Hauptfeuerwache mit feinmechanischem Werkzeug zur Bundespolizeiinspektion am Münchner Hauptbahnhof aus. Das Schloss einer Handschelle ließ sich nicht mehr öffnen – trotz vorhandenen Schlüssels. Leidtragender im doppelten Sinne war ein 36-jähriger Kroate, der kurz zuvor festgenommen wurde.

Also musste die Feuerwehr mit dem Trennschleifer ran. Vorsichtig und unter dauerhafter Kühlung wurde die Handschelle in wenigen Minuten vom Arm des Mannes geflext. Damit war dann zumindest das Handgelenk des Festgenommenen wieder befreit. Wie es nun um die Freiheit des Mannes in Zukunft bestellt ist, muss Justitia entscheiden. „Wir haben unseren Job erledigt“, so die Berufsfeuerwehr München.


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